Sparen Sie sich zu Tode?

12.12.2016

Wenn man die Wirtschaftpresse liest oder sich mit Entscheidern unterhält, kann man den Eindruck gewinnen, dass kurzfristige Gewinnmaximierung durch Kostensenkung das primäre Unternehmensziel ist.

Natürlich ist es notwendig, im Hyperwettbewerb die eigene Kostenposition fortlaufend zu optimieren. Aber kurzfristiges Sparen kann mittel- und langfristig fatale Folgen haben. Das Beispiel Deutsche Bahn zeigt, was geschehen kann, wenn man ´auf Verschleiß fährt´ und nicht genügend in Personal und Infrastruktur investiert: Die Servicequalität sinkt dramatisch, und das Unternehmen hat Probleme, seine Kunden überhaupt noch zu bedienen!

Andere sind ebenfalls in diese Falle getappt: Dell Computers hatte seinen Geschäftskunden-Service aus Kostengründen nach Indien ausgelagert, um ihn später wegen massiver Kundenbeschwerden in die USA zurückzuholen. Lego verlagerte seine Produktion nach Ungarn und Tschechien und holte sie später nach Dänemark zurück. Der Lego-Vorstandvorsitzende Jorgen Vig Knudstorp begründete diese Entscheidung damit, dass der Stundenlohn in Dänemark zwar viermal so hoch sei wie in Ungarn und Tschechien, aber dass die Beschäftigten in Dänemark auch viermal so produktiv seien!

Wer Kosten senken möchte, ohne sein Unternehmen zu gefährden, der sollte nicht nur kurzfristige Einsparungen, sondern auch mittel.- und langfristige Dominoeffekte im Blick haben. Die Deutsche Bahn hat durch ihre rigide Sparpolitik die Servicequalität massiv beeinträchtigt. Schlechte Service- qualität führt zu niedriger Kundenzufriedenheit - die Kunden bleiben aus und verbreiten ihren Frust aktiv im Freundes- und Bekanntenkreis. Daraus resultieren mittel- und langfristig finanzielle Einbußen, die den kurzfristigen Einsparungen durch ´Fahren auf Verschleiß´ gegenüberzustellen sind!

Warum werden diese Einbußen oft nicht berücksichtigt? Vermutlich deshalb, weil kurzfristige Kostensenkungen leicht zu quantifizieren sind, während mittel- und langfristige finanzielle Auswirkungen nur hypothetisch ermittelt werden können. Aber man kann vernünftige Annahmen treffen. Wie wäre es mit folgendem Ansatz: Nehmen wir an, die Deutsche Bahn könnte aufgrund verbesserter Servicequalität die Anzahl ihrer Kundenbeschwerden um die Hälfte senken – das sind Tausende. Diese zufriedenen Kunden würden das Unternehmen ihren Freunden weiterempfehlen und von diesen würde eine bestimmte Anzahl vom Auto zur Bahn wechseln.

Solche Annahmen lassen sich mit Hilfe von Szenarien finanziell quantifizieren, und potenzielle Mehrumsätze und Gewinne lassen sich errechnen.

Wer Geld verdienen will, der muß Geld ausgeben. Wer zukunftsfähig sein will, der muß in das Richtige investieren, nicht am Falschen sparen!

Für Rückfragen und detaillierte Informationen steht Ihnen Hans Walter Fuchs gerne zur Verfügung:

Hans Walter Fuchs
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FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH