Wie entwickelt man einen exzellenten Businessplan?

23.05.2016

Businesspläne werden in der Regel mit Start-up-Unternehmen in Verbindung gebracht, die Geld von einer Bank benötigen und dafür ein umfassendes Konzept vorlegen müssen. Ein Businessplan beschreibt eine Strategie, mit der Unternehmer oder unternehmerische Mitarbeiter aufzeigen, wie Sie Ihr Geschäft entwickeln und ehrgeizige Wachstumsziele erreichen wollen.

Businesspläne können für das gesamte Unternehmen, für strategische Geschäftsfelder, für Produktlinien, einzelne Produkte oder für spezifische Projekte entwickelt werden.

Ziel jedes Businessplans ist letztlich, internen oder externen Entscheidern eine ´Wachstumsstory´ zu präsentieren, um die Mittel für die Umsetzung zu erhalten.

Um zu beurteilen, was einen exzellenten Businessplan ausmacht, versetzt man sich am besten in die Situation des Entscheiders: Er kann jeden Euro nur einmal ausgeben und wird sich deshalb reiflich überlegen, wem er sein Geld gibt. Die zentralen Entscheidungskriterien für ihn sind das Risiko, die Höhe der Verzinsung und der Zeitpunkt, zu dem er sein Geld samt Zinsen zurück hat.

Um diese 3 Kriterien zu bedienen, muß der Businessplaner belastbare Informationen liefern und sie schlüssig und überzeugend präsentieren. Exzellente Businesspläne sind ´robust´, d.h. sie zeichnen sich durch umfassende Recherche, überzeugende Analyse und stichhaltige strategische Schlußfolgerungen aus.

Hier sind die 9 wichtigsten Bestandteile eines exzellenten Businessplans:

  1. Empfängerorientierung
    Versetzen Sie sich in die Situation des Entscheiders. Wie ´tickt´ er? Ist er Techniker oder Kaufmann? Hat er Vorkenntnisse oder ist das Thema für ihn neu? Wie können Sie die Information am besten präsentieren, um ihn ´abzuholen´?
  2. Hintergrund und Ziele
    Erklären Sie, warum Sie den Businessplan schreiben (z. B. Einführung eines neuen Produkts) und was ihr Ziel ist (z. B. grünes Licht vom Entscheider erhalten und die finanziellen Mittel für die Umsetzung bekommen).
  3. Analyse
    Exzellente Businesspläne zeichnen sich durch eine umfassende Analyse des relevanten externen Umfelds und der internen Situation des Unternehmens aus. Dazu gehört die…
    - Analyse des Makroumfelds: Politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche, technologische Einflüsse auf das Geschäft
    - Analyse des Mikroumfelds: Markt, Kunden, Wettbewerb
    - Analyse der internen Situation des Unternehmens
  4. Szenarien
    Da die vorausgegangene Situationsanalyse statischen Charakter hat, ist sie durch eine dynamische Szenario-Analyse zu ergänzen, Hier werden mögliche zukünftige Entwicklungen mit Eintrittswahrscheinlichkeiten antizipiert und ihre Auswirkung auf das Vorhaben beschrieben.
  5. Ziele
    Nachdem Sie die Situation analysiert und mögliche Szenarien formuliert haben, können Sie Ihre Ziele definieren. In der Regel geht es hier um Finanzziele wie Umsatz, Deckungsbeitrag, EBIT, etc. Ziele sollten ehrgeizig sein: Wenn Ihr Zielmarkt um 8%/Jahr wächst, sollten Sie z.B. ein Wachstumsziel von 10% definieren.
    Was haben Sie Besonders zu bieten, damit Sie stärker als der Markt wachsen und dieses Ziel tatsächlich erreichen?
  6. Strategie
    Ihre Strategie zum Erreichen der Ziele sollte die folgenden 3 Fragen beantworten:
    - Was: Welche Produkte/Dienstleistungen bieten Sie an? Was ist daran einzigartig? Wo liegt Ihr Alleinstellungsmerkmal?
    - Wer: Welchen Zielgruppen bieten Sie Ihre Leistungen an?
    - Wie: Wie ist Ihr Geschäftsmodell? Vertreiben Sie über das Internet oder haben Sie einen Außendienst? Verkaufen Sie oder vermieten Sie? Gehen Sie eine Allianz mit Partnern ein? Lizenzieren Sie? Welche Prozesse und Strukturen benötigen Sie, um Ihre Strategie zu realisieren?
  7. Umsetzung
    In der Umsetzungsplanung wird definiert, was bis wann geschieht, wer verantwortlich ist und welche Budgets benötigt werden.
  8. Wirtschaftlichkeitsrechnung
    In einer Plan-Gewinn & Verlustrechnung stellen Sie die erwarteten Ergebnisse für die nächsten 3 – 5 Jahre dar. Mit Hilfe einer Sensitivitätsanalyse können Sie Preise, Mengen und erwartete Kosten verändern und verschiedene Ergebnis-Szenarien entwickeln.
  9. Risikomanagement
    Kategorisieren Sie im ersten Schritt die mit dem Projekt verbundenen Risiken nach Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit. Formulieren Sie im zweiten Schritt Maßnahmen, um die Risiken zu managen.

Fazit:
Wenn Sie diese 9 Elemente bei Ihrer Businessplanung berücksichtigen, sind Sie in einer sehr guten Position, um die geforderten Ressourcen für Ihr Vorhaben zu erhalten, und Sie werden als Unternehmer (im Unternehmen) erfolgreich sein!

 

Für Rückfragen und detaillierte Informationen steht Ihnen Hans Walter Fuchs gerne zur Verfügung:

Hans Walter Fuchs
Tel.: +49 (0) 6241 / 2049921
E-Mail: info@hanswalterfuchs.com

 Gerne bestätigen wir Ihnen, dass Sie uns bei der Einführung eines einheitlichen strategischen Planungsformats auf regionaler Ebene ganz hervorragend unterstützt haben. Sie haben unsere Niederlassungsleiter durch einen systematischen Prozess geführt und dabei neue, attraktive Wachstumsfelder für unser Unternehmen identifiziert. Unser jährlicher Planungsprozess ist dadurch deutlich kürzer und transparenter geworden.

Ralph R. Kleyer, Geschäftsführer
MULTIDENT Dental GmbH

 Nochmals herzlichen Dank für den hervorragenden Workshop zum Thema Key Account Management. Sie haben uns durch einen systematischen Prozess geführt und gezeigt, welche Herausforderungen bei der Einführung eines Key Account Management zu meistern sind.

Reinhard Kuge, Geschäftsführender Gesellschafter
Faubel & Co. Nachfolger GmbH